„I came out on stage and I was… I was scared stiff. […] And I came out and I was doin’ a fast-type tune, one of my first records, and everybody was hollerin’ and I didn’t know what they were hollerin’ at.“
Der Coming-out-Stress ließ ihr graue Schamhaare wachsen. Sie isst Eichhörnchen und Biber. Kate Moss ist nicht ihre Freundin.
>>Wenn dich dein Kleid zwickt und du dich fragst:
"Liegt das an mir - oder am Kleid?", darfst du nie denken, dass du dich deinem Kleid anpassen solltest.
Das Kleid ist eine Sache, du aber bist ein Mensch, und zwar der, der dir am wichtigsten sein sollte. Wenn du diesen Gedanken verinnerlicht hast, bist du einen großen Schritt in Richtung Selbstbewusstsein gegangen.
(...) Täglich trifft man in solchen Firmen auf Menschen, die Künstler benutzen, um das Letzte aus ihnen herauszupressen. Und natürlich ist es schwer, das nicht eines Tages völlig normal zu finden, um schließlich doch ein Teil des Systems zu werden. Aber man kann auch in einem System arbeiten und trotzdem sein eigenes Ding machen.
aus >>Fett ist Fantastisch<<, November-Ausgabe der Neon
The Gossip ist bald auch in Deutschland unterwegs. Wer würde Beth Ditto für sein Leben gerne sich lustvoll entkleiden sehen?
Sollte sich jemand schon mal näher mit dem Film Lola rennt auseinander gesetzt haben, könnte sein Name ein Begriff sein: Stanley Kubrick.
Seine berühmte Szene aus Odyssee im Weltraum (2001), in der ein fliegender Knochen die szenische Verbindung zwischen Urzeit und Zukunft darstellt (hieransehbar; zitierte Szene beginnt bei 6:49 min), wurde in Lola rennt gekonnt szenisch zitiert - der durch die Luft fliegende rote Telefonhörer stellt hier die Verbindung zwischen ihren einzelnen Rennphasen dar und ist eine Allusion auf Stanleys fliegenden Knochen (das Film-Opening von Lola rennt könnt ihr hier angucken, es lohnt sich; das Filmzitat findet sich bei 10:10 Minuten).
Der US-amerikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Stanley Kubrick (1928 in NY geboren und 1999 in der Nähe von London verstorben) war sehr berühmt für seine bis ins letzte Detail perfektionierte szenische Darstellung; "seine Filme werden vor allem für ihre tiefe intellektuelle Symbolik und ihre technische Perfektion gelobt", (Quelle hier). "Filmschaffende zählen ihn zu den bedeutendsten Filmemachern aller Zeiten" (Quelle hier).
Kubrick war dafür berüchtigt, seine Filmbesetzungen bis an ihre physischen und psychischen Grenzen zu treiben. So auch Malcolm McDowell, der innerhalb seiner Hauptrolle der Verfilmung von Anthony Burgess' Zukunftsroman A Clockwork Orange (dt. Titel: Uhrwerk Orange) vorübergehend erblindete und mehrere Rippenbrüche erlitt.
Being the adventures of a young man whose principal interests are rape, ultra-violence and Beethoven.
Der britische Schauspieler (heute 66 Jahre alt), vielleicht bekannt aus der US-Serie Heroes, spielte in dem 1971 erschienen Film den Beethoven-Liebhaber und Anführer der Jugendbande der Droogs, Alexander DeLarge, kurz Alex, der Gewalt als Lustgewinn empfindet. "Die Gang der Droogslebt im trostlosen Vorort eines verfremdeten Londons - ihr Leben dreht sich um Gewalt an Wehrlosen, Schlägereien mit anderen Gangs, Vergewaltigungen und Raubüberfälle", bis sich die Gruppe auf Grund Alex' autoritärem Frührungsstil eines Tages spaltet: "Bei einem ihrer Überfälle geschieht das längst Vorhersehbare: Bei dem Einbruch in das Haus einer alleinstehenden Frau, die Alex brutal erschlägt, wird Alex von seinen „Droogs“ verraten und der anrückenden Polizei überlassen. Er wird als Mörder zu vierzehn Jahren Gefängnis verurteilt."
...im ersten Moment irritierend und schockierend.
Kritisiert wird häufig, dass die Gewalt ästhetisiert wird.
Die Selbstverständlichkeit, die Alex in seiner Gewalttätigkeit zunächst an den Tag legt, zeigt Kubrick, indem er von brutaler Gewalt bestimmte Szenen durch heitere Klassikmusik begleitet. Das Leid der Opfer erreicht Alex nicht im Mindesten.
Der langfristige Erfolg der Aversionstherapie ist strittig. Im Film Uhrwerk Orange von Stanley Kubrick wird ein besonders negatives Beispiel von Aversionstherapie dargestellt.
Kubrick wollte dem Film eine traumähnliche, fantastische Qualität verpassen und filmte viele Szenen mit Fischaugenobjektiven
Gesellschaftskritik. Jede Institution tut das aus ihrer Sicht moralisch Richtige, verfolgt dabei aber stets nur eigene Interessen auf Kosten des Individuums. Kubrick unterstellt der Regierung Machthunger und der Wissenschaft Allmacht.
"Über die Bedeutung der Botschaft des Films gibt es keine Einigkeit. Ein Beispiel einer Interpretation des Films sowie der Buchvorlage ist, dass jedem Menschen die Freiheit gegeben werden sollte, sich schlecht und falsch zu verhalten; denn ein Individuum, das sich gut verhalten muss, ist indoktriniert und zu keiner eigenständigen Persönlichkeitsentfaltung mehr fähig."