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Studentin. 23 Jahr, sprödes Haar. Über alles und nichts im Leben.
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Freitag, 31. Dezember 2010

Letztens habe ich mit Tom Tykwer telefoniert.

Das Leben leicht nehmen, irgendwie, und doch ernst, aber das Leben leben, nicht versuchen, sinnlos zu kämpfen, die Zeit mit Trauern und mit dem Herumbasteln an Menschen zu verbringen. Und noch was draus machen, auch wenn alles eigentlich schon erreicht ist. Unter anderem das verbinde ich mit „Drei“, dem neuen Film des Regisseurs Tom Tykwer, den ich seit „Lola rennt“ ins Herz geschlossen habe. Letztens war ich in der Filmpremiere und wartete auf den Regisseur, der wegen des Wetters auf der Strecke zwischen Berlin und Hannover im Stau feststeckte (es ist ja immer wieder toll, wie sehr wir doch trotz all des technischen Fortschritts vom Wetter bestimmt sind). Also galt es zu improvisieren, und so lauschten wir Toms Stimme aus dem Handy, die von der mit klagenden Blicken verunsicherten Kinofrau verzweifelt an das Mikro gepresst wurde. Nach dem Film war der Ärger über diese regisseurreiche Premiere jedoch längst vergessen. Denn „Drei“ ist ein Meisterwerk. Und wieder zieht es mich in meinen Träumen nach Berlin, wo die Protagonisten leben...

Vorgestern war ich dann noch mal in dem Film, in einer anderen Stadt und in einem anderen Kino. Und auch ein drittes Mal ist vorstellbar...


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Sophie Rois ist fabelhaft.


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"Kein flotter Dreier", schreibt Zeit Online.

Donnerstag, 15. Juli 2010

serienjunkie


In den letzten Tagen habe ich viel zu viel Gossip Girl konsumiert und mein Gewissen kann ich nur beruhigen, weil es auf Englisch war (viele tolle, lebenswichtige neue Vokabeln kamen so hinzu). Die dritte Staffel ist einfach hinreißend, natürlich hinreißend schlecht, lächerlich, unlogisch, aber einfach unterhaltsam. Jedes Mal frage ich mich, wie hoch die monatliche Telefonrechnung dieser elitären Manhattan-Sternchen ist (in jeder Szene ist die Verknüpfung zur nächsten irgendein Handygespräch) und wieso ich es nicht schaffe, diese Serie mit all den so sehr ineinander verstrickten und konstruierten Zufällen und Schicksalsfällen authentisch zu finden. Aber letztendlich macht sie einfach Spaß, auch wenn ich die Bücher damals mit sehr viel mehr Hingebung genossen habe als diese schlechten Serena-, Dan- und Jenny-Verschnitte. Schließlich waren die Buchcharaktere um einiges viel versprechender. Jenny dickbusig und deswegen immer etwas unsicher, Serena das schönste Mädchen ganz N.Y.s (Blake Lively kommt nicht mal an Leighton Meester alias Blair dran) und Dan war der, der einen Körper so dünn wie die Feder mit der er all diesen poetischen Kram schrieb, wollte. Das Doofe ist ja nur immer, dass man nie wieder eines der Bücher anrühren kann, ohne nicht an die Schauspielbesetzung denken zu müssen, d.h. dass Chuck und Nate nicht mehr die Chucks und Nates meiner Phantasie (sondern die der Drehbuchbesetzung) sein dürfen. Das Fernsehen macht es möglich. Danke auch an Harry Potter, Twilight und irgendwie auch an Pipi Langstrumpf. Wer viel liest, der kann noch träumen. Wer viel Fernsehen schaut hingegen, der muss sich nicht mehr viel vorstellen.