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Studentin. 23 Jahr, sprödes Haar. Über alles und nichts im Leben.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Oder sind die Gründe einfach da?

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In meine Gedanken vertiefe ich mich. Ganz tief durchquere ich die langen Linien, die Phrasen bilden und verloren gehen, wenn ich sie nicht rechtzeitig an mich reiße und zerquetsche zwischen den Bleistiftmienen auf Papier. Ich will es feiern, will feiern dass es so ist, wie es ist. Ich nehme es an. Und dann wird es mehr. Es wird schlimmer und heftiger. Aber was kann man, wenn nicht aushalten. Wie soll es denn aussehen, dieses "Ich halte es nicht mehr aus". Was passiert denn dann? Was soll denn noch passieren? Es kann doch nichts mehr passieren. 
Das, was uns passiert ist.
Unsicherheit macht Selbstbezogen. Ich suche Gründe, um verletzt zu sein, um mich zurückzuziehen. Oder sind die Gründe einfach da?
Und wenn ich es nicht annehme, dann hinterfrage ich es. Stelle wieder alles in Frage. Verneine es. Dann wird es besser. Niemals vertrauen kann ich dem Fleck, der irgendwo zwischen Herz und Bauch sitzt.
Auch darauf kann ich nicht vertrauen: dass ich diesen Fleck hege und pflege und es ihn gibt.

Montag, 10. Oktober 2011

Es geht um die menschliche Psyche.


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Es geht um Zerstreuung. 

Foto 1 und 3 via weheartit, Foto 2 me




Auf Grund eurer Kommentare hier nun eine Rezension als Nachtrag:
Es beginnt mit hemmungslosem Oralsex im hauttalgigen Ehebett und endet mit der Möglichkeit einer kurzzeitigen Auflösung des ja so schönen Monogamie-Gefägnisses. Charlotte Roche weiß, wie sie uns kriegt. Neben den wulstigen Hodensäcken ihres Mannes, Fadenwürmern am Popoloch und diversen Puffbesuchen geht es eigentlich um etwas ganz anderes, nicht Greifbares: die Verletzlichkeit der menschlichen Seele? 
Ein einschneidender Unfall und der Verlust geliebter Menschen führen zu einem Trauma, das für den Rest des Lebens präsent bleiben wird. Die Protagonistin des Buches weist viele Gemeinsamkeiten mit der Autorin auf, sodass man an einigen Passagen das Gefühl hat, eine Autobiographie unseres emanzipierten Pop-Sternchens in den Händen zu halten. Zwischen Ekel, Sexphantasien und Traurigkeit wird der Leser zu allen möglichen Gefühlslagen verzogen, denn dieses Buch ist hochgradig ansteckend. 

»Eine ehrliche, differenzierte und packende Auseinandersetzung mit der Frage, was eine gute Ehe ausmacht … ›Schoßgebete‹ wird jene, die den Bestseller ›Feuchtgebiete‹ als Schocker ablehnten, positiv überraschen und die Fans des früheren Buches nicht enttäuschen … Wer geglaubt hat, sie könne nur provozieren, aber nicht schreiben, wird staunen … ›Schoßgebete‹ will keine stilistische Meisterleistung sein, sondern seine Leser erreichen. Dass die Anliegen des Romans mit entwaffnender Einfachheit vorgetragen werden, sollte niemanden über deren Komplexität und Relevanz hinwegtäuschen. Charlotte Roche hat ein Buch geschrieben, das uns weit über die Lektüre hinaus bewegt und beschäftigt. Das lässt sich von manch einem literarischen Meisterwerk nicht sagen.« FAZ

»Mit gnadenloser Genauigkeit schildert sie Schock, Schmerz, ihre Lust, Mitleid und – angesichts der Zudringlichkeit von Boulevardmedien – ihre Rachephantasien und Selbstmordpläne. Das Buch wird zu einem Seelenstriptease von beängstigender Radikalität. ›Schreiben‹, sagte der große Dramatiker Henrik Ibsen einmal, ›heißt Gerichtstag halten über sich selbst.‹ In diesem Sinne ist Roches Roman ein erschütternder Beitrag zur Bekenntnisliteratur.« Focus

My mommy sent me an apple

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because an apple a day keeps the doctor away.

Samstag, 8. Oktober 2011

Post für dich

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Lange gab es keine Penfriend-Aktion mehr und es gibt im Alltagsgefusel kaum etwas Schöneres gibt, als einen liebevoll gestalteten Brief zu erhalten.

Ihr fotografiert, zeichnet, schneidet, klebt, bastelt füreinander. Den Inhalt eures Postkastens dürft ihr einscannen oder fotografieren und auf eurem Blog vorstellen. Natürlich ist auch einer Teilnahme ohne Blog nichts entgegenzusetzen.

Schreibt eine Email an noramaryll@gmail.com mit eurem Namen und eurer Anschrift, ich maile euch die Anschrift eines anderen Kreativen und schon kann es losgehen! 
Ihr dürft so lange basteln und teilnehmen, wie ihr mögt. 


PS: Natürlich mache ich auch mit. Die ersten drei Interessierten werden zusätzlich von mir Post erhalten!

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(Fotos via weeheartit)

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Bald gibt's mich doppelt für diese vier Wände, dann haben wir hier auch mehr Hände. 


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(weheartit)

Das Chaos meiner Wohnung wird ein Ende nehmen. Nachdem ich einen Monat in der Nacht von den siebzig akustischen Minuten selbst geschriebener Melancholie meines Untermieters berieselt wurde, dessen Leidenschaft instrumentaler Progressive Rock ist, werden wir ab sofort doppeltes Lottchen in der WG spielen. Mein zweites Ich bringt handwerkliches Geschick und jede Menge reflektierte pädagogische Erfahrungen mit (beides sicherlich sinnvoll für einen Umgang mit mir). Geschmacklich werden wir uns hoffentlich ergänzen. Ich mag Beige und Ikea, Nora mag Rot und Ethno.


Verbringt ein schönes Herbstwochenende!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Bleib nicht.

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Ich habe Tinnitus aurium und es bringt mich fast um. Es zeigt mir, dass ich meinen Masochismus nicht länger kontrollieren kann. Denn vielleicht will ich, dass es mir schlecht geht. Nach der Stille habe ich mich gesehnt. Ruhe von dem äußeren Stochern und Graben und Wühlen wollte ich. Nun ist es ganz still von außen. Und mit mir allein so laut. Ich kann die Stille nicht mehr hören. Die Stille gibt es für mich nicht mehr. 

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Mittwoch, 5. Oktober 2011

in somehow i know where to go

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Goldmarie.



Endlich habe ich auch einen flickr-Account. Ausgewählte fotografische Arbeiten werden in Zukunft dort veröffentlicht. Vielleicht mögt ihr ja mal reinschauen.

Gespreizt

Aber bitte mit Sahne. 

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Willst du Zuneigung? Bist du einsam?

Sky Ferreira trägt Rouge N° 45720034500002 von Chanel auf. 
Und du schiebst mich im Einkaufskorb über die Promenade. 
Streichelst mich, um mir dann etwas in den Mund zu drücken. 
Du drückst dich.
Dem Druck konnten wir nicht mehr standhalten. 

Dienstag, 4. Oktober 2011

Nach unseren Treffen schreibe ich, weil ich wieder schweigen kann

Wie kann ich zu mir selbst sprechen? Brauche ich dich dafür?

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Eine Familie werde ich haben, eine Tochter mit Fischgrätzöpfen und Spaziergängen an Herbstsonntagen, die mit Pfannkuchen und Ahornsirup abgerundet werden. Ich sehe einen Film. Die Liebe der Kinder. Mittags lag ich mit Annedore auf einer Wiese und wir aßen Kekse, Edelbitterschokolade, trommelten auf den Kniescheiben und auf dem Fell unserer Ohren, als wir der anderen von diesen grausamen Kriegsplänen in unserem dröhnenden Kopf erzählten. Das ist kein Widerstand. 


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Denn ich weiß, wie es möglich ist

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Abija, September 2011. Analog.
Du bist, du warst, du wirst, was du tust. 
Ich kann die Augen schließen, und es sehen. Ohne zu es zu sehen, kann ich es erschließen.
flickr.com/noramaryll