- nora
- Germany
- Studentin. 23 Jahr, sprödes Haar. Über alles und nichts im Leben.
Montag, 8. August 2011
Monate zurückliegend
Alles vermischt sich mit der Luft, die wir ausatmen, wenn wir einander ansehen und schweigen, weil es nichts gibt, was mehr Wert sein kann als die Stille, die wir für diesen kleinen Augenblick teilen. Der alles andere ungeschehen lässt und mich ins Drehen bringt, wir stehen da, wo wir damals standen. Sitzen auf dem Gullideckel und lauschen der Musik und ich sehe in deine Augen, spüre deine Hand, dein Herzschlag zittert an meinem tobenden Herz. Wir erkennen einander, um uns dann wieder zu verlieren und uns tausende von Malen wieder zu finden. Und zu verlieren und zu suchen nach etwas, was es vielleicht doch nur in unseren Träumen gibt.
Zwei Pullover vor mir mit zwei so verschiedenen Gerüchen, so wie du mal anders warst, so rochst du, als ich dich das erste Mal riechen durfte und so riechst du jetzt. Und beides tut weh und das andere mehr als das eine, weil es vorbei ist und dann auch das, was noch ist und vielleicht anhalten kann.
Nur dass es nicht weh tut, weil ich es verloren habe und wiederhaben will. Einfach weil es ist, weil es war, ist und sein wird, wunderbar und mir das Wichtigste.
Ist alles von mir alles für dich? Ist ein kleiner Teil von mir vielleicht mehr für dich als der ganze Rest dazu?
Ich habe immer Sachen gesagt, von denen ich gehofft hatte, dass sie etwas ändern und das haben sie auch viele viele Male. Und jetzt, jetzt will ich nichts sagen müssen und es gibt vielleicht auch nichts. Ich will einfach lernen zu vertrauen.
Ich fühle mich dir näher als je zuvor und doch bist du so weit weg, bist du weit weg, wirst du weit weg sein?
Sonntag, 15. Mai 2011
Letztens, als ich noch zurücklag und zurück wollte
Du bist vielleicht einen Schritt weiter, denke ich dann und weiß, dass ich dich nicht zurückstoßen darf, nur weil ich selbst noch nicht da bin, wo ich sein muss.
Dienstag, 12. April 2011
Keine Kraft zum Träumen haben wir
Alle Kraft dem Leben.
Und da stehen wir, gestrandet, voll von Sand und Schutt und ich will immerzu etwas aufschreiben, was dann doch wieder raus ist aus meinem Kopf und Zeichnen, das kann ich nicht so naturalistisch, wir lachen und bleiben bei diesem Malen mit dem Licht, lachen über das Streugut fernab unserer Köpfe.
Montag, 11. April 2011
Ein Geschenk für dich
Ihr seid dran. Hinterlasst einen Kommentar mit eurem Namen und eurer Emailadresse. Am Ende der Woche lose ich jemanden aus, der sich auf ein Päckchen freuen darf. Darin enthalten ist eine Shea-Bodybutter von The Body Shop und eine kleine Überraschung.
Danke für eure Kommentare, Anregungen, euer Interesse.
And you must be sick, sick sick. And you must be blind, blind, blind.
Because you cannot see, when the leaves fall down.
How ugly I am.
Etwas erst nachschlagen müssen. Etwas nicht sehen können, nur riechen.
(The Skeleton Key)
Wieso sagen eigentlich alle, Liebe sei blind. Menschen sind doch blind. Wie zugeschnürt fühlt sich das an.
Blutige Küsse.
Sonntag, 10. April 2011
Was willst du in Dingen sehen?
Früher war ich immer leer. Das hat mir nicht gefallen.
Heute bin ich voll von Gefühlen, Gedanken, Leben. Das tut weh.
Die Lackschicht der Lackaffen.
Samstag, 9. April 2011
security without doubts
Es ist kein Kompliment wenn ich dir sage, ich mag dich.
Nun sitze ich an meinem Schreibtisch, ruhe, raste.
Bass.
Bumm.
Zeitplan erstellen, Prioritätspläne und haufenweise to-do-Listen mit Zielanalyse und Zielhierarchien. Und Arbeitsbelohnung, Motivation. Erstellen Sie eine Liste mit Dingen, die Sie mögen und gerne tun oder die Sie seit langem planen, aber bisher nicht ausführen konnten. Das Studium an der Fernuniversität Hagen ist so meins, denn das Erstellen von Listen, das lässt mein Herz springen. Mit Kringeln und Strichen und Vernetzungen und Post-its darüber und am Ende entspricht es meinem Begriff von Ästhetik und sonst nichts und niemandem. Die Verzettelung. Das bin ich.
Was bin ich?
Double creativity and confidence.
Zu viel drumherum, zu wenig Kern.
"Die Zahl der Studienabbrecher, die wegen Procrastination gescheitert sind, ist vermutlich nicht klein". Mögliche Formen nach Rückert (2000): Alltägliches Aufschieben. Problematisches Aufschieben. Hartes Aufschieben. Blockade. Ursache durch verschiedene Faktoren: Emotionale Faktoren. Kognitive Faktoren. Unklarheiten. Aufgabenmerkmale. Zeitdruck. Alter.
Bist du gefährdet? Mach den Kreuztest:
- Ich warte, bis ich in der richtigen Stimmung bin.
- Ich fange morgen an.
- Ich muss erst noch all die anderen Sachen erledigen.
- Es ist zu anstrengend.
- Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.
- Ich hab ja noch Zeit.
- Ich arbeite unter Druck eh besser.
- Ich habe gerade keine Lust.
- (...)
- Ich bin bei Facebook angemeldet.
- Ich bin ein Blogger.
alles und wieder alles und dann nichts
Lass uns sein, nicht nur werden. Sein werden wir. Und wenn wir sind und werden zugleich und wir werden was wir sind, was wir waren, wir werden sein was wir werden und wir werden und sind und ich werde sein. Du auch. Nur zusammen werden wir nicht sein können, zusammen sind wir nicht.
Immer noch alles.
Freitag, 8. April 2011
I had to leave
Nur noch Schattendasein. Kein Schmerz mehr. Nur noch Abschiednehmen. Traurigkeit.
Der vertraute Geschmack (wie damals) von Valeriana der Valerianaceae auf verletzten Lippen, die immerzu Sachen sagen, von denen ich doch selbst nicht weiß, ob sie stimmen. Von denen ich herausfinden will, ob sie stimmen können, sobald ich sie ausgesprochen habe. Um dann nur festzustellen, nein, das bin ich gar nicht, ich konstruiere da nur etwas zusammen, von dem ich kurz denke, dass es das sein könnte. Aber nichts davon macht mich aus.
Nichts davon kommt dem nahe, was ich eben selbst noch nicht kenne.
Und dann geht es weiter. Plötzlich geht es weiter. Nur anders. Mit neuen Spielfiguren. Denn eigentlich ist es ein Spiel, wenn ich in den Spiegel sehe und alles ist schwarz und weiß und dann ist es ein Spiel.
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