- nora
- Germany
- Studentin. 23 Jahr, sprödes Haar. Über alles und nichts im Leben.
Freitag, 11. Februar 2011
A.
Donnerstag, 10. Februar 2011
Donnerstag, 27. Januar 2011
kurz
Dienstag, 25. Januar 2011
fiktion unendlich
Ich will dass es ihm auch schlecht geht, er soll sehen was er mit mir gemacht hat und das gleiche fühlen, er soll sich so fühlen wie ich mich fühle. Kleine Kinder werfen sich auf den Boden, an der Supermarktkasse, weil sie noch einen dieser Schokoriegel wollen. Mein Vater zeigt kein Verständnis dafür, dass ich mich auf den kalten Küchenfliesen zusammenkauere und leise schluchze. Er steigt über mich hinweg. Kurz sehe ich seinen strafenden Blick, dann drücke ich mein Gesicht in die Pulloverärmel.
Samstag, 15. Januar 2011
leer und wieder leer und doch so voll von allem
Donnerstag, 13. Januar 2011
am rande
Dienstag, 11. Januar 2011
the second skin
Mittwoch, 5. Januar 2011
Mit Schere, Klebeband und Pappe schafft Thomas Demand Kunstwerke, die mit Fiktion und Wirklichkeit spielen.
Wirklichkeitsgetreue Pappkulissen.
Thomas Demand baut Tatort- und Pressefotografien lebensgroß aus Papier nach, um sie dann zu fotografieren. Er hat ein ganzes Team, das ihn beim Erstellen des Modells unterstützt. In akribischer Feinarbeit wird mit viel Kartonpapier, Scheren, Grafikmesser, Leim, Büroklammern und Klebeband gearbeitet.
Thematisch umkreisen die Fotoarbeiten, denen häufig Bildvorlagen aus den Massenmedien zugrunde liegen, gesellschaftliche, geschichtliche und politische Ereignissen aus Deutschland. Es gibt keine direkten Hinweise auf das dargestellte Ereignis, so sind auch nie Menschen zu sehen. Demand spielt vielmehr mit der Erinnerung an markante Züge des Ursprungsfoto aus den Massenmedien. Es handelt sich um Artefakte, die mit den Vorstellungen des Betrachters von Fiktion und Wirklichkeit spielen.
Letztes Jahr sah ich Demand in der Nationalgalerie in Berlin, kurz bevor ich Natascha traf. Jetzt halte ich ein Referat über ihn im Unikurs "Fotografie des Interieurs".
Wolfsschanze (Tarnname für militärisches Lagerzentrum im heutigen Polen), der Ort eines versuchten Hitler-Attentates, Werk verkauft im Frühjahr 2008 für EUR 190.400, Weltrekord für eine Arbeit des Künstlers
Uwe Barschels Tatort, Genf (tot aufgefundener CDU-Politiker)
Freitag, 31. Dezember 2010
Letztens habe ich mit Tom Tykwer telefoniert.
Das Leben leicht nehmen, irgendwie, und doch ernst, aber das Leben leben, nicht versuchen, sinnlos zu kämpfen, die Zeit mit Trauern und mit dem Herumbasteln an Menschen zu verbringen. Und noch was draus machen, auch wenn alles eigentlich schon erreicht ist. Unter anderem das verbinde ich mit „Drei“, dem neuen Film des Regisseurs Tom Tykwer, den ich seit „Lola rennt“ ins Herz geschlossen habe. Letztens war ich in der Filmpremiere und wartete auf den Regisseur, der wegen des Wetters auf der Strecke zwischen Berlin und Hannover im Stau feststeckte (es ist ja immer wieder toll, wie sehr wir doch trotz all des technischen Fortschritts vom Wetter bestimmt sind). Also galt es zu improvisieren, und so lauschten wir Toms Stimme aus dem Handy, die von der mit klagenden Blicken verunsicherten Kinofrau verzweifelt an das Mikro gepresst wurde. Nach dem Film war der Ärger über diese regisseurreiche Premiere jedoch längst vergessen. Denn „Drei“ ist ein Meisterwerk. Und wieder zieht es mich in meinen Träumen nach Berlin, wo die Protagonisten leben...
Vorgestern war ich dann noch mal in dem Film, in einer anderen Stadt und in einem anderen Kino. Und auch ein drittes Mal ist vorstellbar...
Sophie Rois ist fabelhaft.
"Kein flotter Dreier", schreibt Zeit Online.
Donnerstag, 30. Dezember 2010
Leben und übers Leben reden. Hausarbeiten schreiben.
Gerade frage ich mich mal wieder, wieso ich tagelang gestapelte, mit Essensresten verklebte Töpfe plötzlich gerne spüle und auch noch poliere. Das ist so random.
Lange schon habe ich nichts mehr geschrieben. Viel ist passiert. So ist vielleicht das Leben in einer Großstadt. Die Uni habe ich schleifen lassen kurz vor den Winterferien, jetzt geht es aber bald wieder los und ich werde mich bemühen, es mit dem Pendeln und dem Textelesen ernster zu nehmen. Es warten drei Hausarbeiten und ein Referat und wie immer wenn Schreibtischarbeit wartet, ist die Wohnung sauberer als je zuvor. Denn auf einmal spült man gerne, saugt, bewältigt Wäscheberge und das Bett wird auch schon wieder frisch bezogen. Irgendwie glaube ich, so eine bessere Arbeitsatmosphäre zu schaffen, dann werde ich ruhig alle Texte lesen können, in dem Wissen, das um mich herum alles sauber und aufgeräumt ist. Alles, was ich bis jetzt von dem dicken Reader gelesen habe (bzw. gemarkert habe), ist der Abschnitt Zeitplanung. Da geht es darum, sich mittels eines Planes über einen längeren Zeitraum hinweg Klarheit zu verschaffen, ob die gesetzten Ziele realistisch seien. Aber am Ende ist ja genau das mein Problem - ich habe zu viel Zeit mit dem Planen verbracht, anstelle etwas umzusetzen, etwas zu tun, was mich weiterbringt.
Wieder habe ich in einen teuren Kalender für das neue Jahr investiert, in dem ich alle to-do-Listen unterbringen kann, Träume und Wünsche festhalten werde, die ein oder andere Skizze von interessanten Dingen oder Personen, hineingeklebte Fotos und Theaterkarten in der Lasche ganz hinten. Es kann helfen, Dinge aufzuschreiben, zu planen, sich so über Vorstellungen und Erwartungen klar zu werden. Es mag eine Art des Verarbeites sein, Ängste vor Neuem abbauen, oder eben einfach nur Tagträumerei. Jedenfalls hat es oft nichts mit Klarheit verschaffen zu tun. Und dennoch werde ich jetzt genau das tun, was in diesem Reader steht: einen Zeitplan erstellen und mich somit auch gleich an die Vorbereitungsphase der ersten Hausarbeit meines Lebens setzen.
Nachtrag: Immerhin auf mündliche Prüfung vorbereitet... Dann hab ich ja jetzt wieder viel Zeit für so leere Ablenkungssachen.
Hier lesen könnt ihr mich eigentlich nur, wenn ich gerade vergesse, dass ich ein Leben habe. Und so rumsitze. Manchmal mit Extrem-Erkältung, dann wieder nur eine sentimentale Phase.