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Germany
Studentin. 23 Jahr, sprödes Haar. Über alles und nichts im Leben.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Lieb mich,

schreit es. Lieb mich, fiebt es dann schon wieder. Lieb mich.

Tiefsinnig sein
Die Traurigkeit des eigenen Spiegelbildes
voll von Mitleid und doch Hoffnung
gerichtet auf einen Menschen
von dem man sich Anerkennung und Bestätigung wünscht
für etwas das man sein will
in die Augen einbrennen und fotografieren vielleicht
Sich selbst in die Augen sehen
und sich selbst aus Schmerz und Sehnsucht heraus
spüren und lieben wollen
Der Wunsch geliebt zu werden
zu fühlen dass man es verdient
Geliebt zu werden
Verletzlichkeit und das Bedürfnis nach Halt
aufgefangen zu werden
und danach noch verletzlicher sein zu dürfen
Im Irrglauben noch mehr Vertrauen schenken zu können
je verletzlicher man sich selbst macht

Ist das ein Irrglaube?
Wie wir uns alle in ein Korsett quetschen wollen, denn es versteckt unsere Makel, das, was wir an uns selbst nicht mögen. (Wer bestimmt, was Makel sind?) Es rückt zurecht, was wohl irgendwie zurecht gerückt werden muss.
Und so ein Korsett, das schnürt uns ein?
Wie wir fanatisch auf der Suche nach uns selbst sind.
Nach diesem Selbst, was es ja gar nicht geben kann. Denn in dem Moment, in dem man die Beständigkeit des Selbst, des Sich-selbst-Gleichseins, die Identität hinterfragt, gibt es diese doch schon nicht mehr?
Wieso nehmen wir andere Menschen auseinander? Würde es uns selbst helfen von den Abgründen der Gedanken unserer Freunde über uns zu wissen? Führen die Gedanken anderer Menschen über die eigene Person denn wirklich zu mehr Reflexion, mehr zum eigenen Selbst?
Reflektieren darf doch nicht immer nur heißen, alles in Frage zu stellen oder sich so zurecht zu basteln, dass man mit sich zufrieden ist.
Aber darum geht es doch auf der Suche nach sich selbst, dass man alles, was man mitgeteilt bekommt und was auf einen niederprasselt, filtert. Sich die Teile raussucht, die einem zusagen, mit denen man sich gerne identifizieren möchte.
Und fertig ist das Selbst. Das nie beständig sein wird. Aber verteidigen wird man es. Denn das ist doch Erwachsensein, das Verteidigen einer festgelegten, starren Meinung und Haltung. Das Abwehren von Kritik, das Ankommen, so bin ich und nicht anders. Ich verteidige das, was ich zu sein glaube.
Ich kann mich selbst schon nicht mehr hören, wie ich die Gedanken des Alltags noch viel oberflächlicher als sie es bereits waren hier niederschreibe.
Und wie doof wir uns immer mehr und immerzu selbst finden, wie sehr uns die Lächerlichkeit der eigenen Person bewusst wird. Sodass wir uns nur mit dem Mittel der Selbstironie zu helfen wissen und glauben, dass sie uns vor Kritik von außen schützt. Denn wer sich selbst auf den Arm nimmt, der kann mitlachen, tut es ein anderer ihm gleich.
Und es ist ja auch so schrecklich reflektiert, sich bewusst zu sein, wie lächerlich das alles aus der Distanz aussehen mag.
Oder nicht?
Das muss niemand verstehen. Das ist alt und vergangen und soll hier einfach nur vorhanden sein. 

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Like in the movies


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Wenn wir nicht wissen wie wir uns verhalten sollen, bleiben uns nur die Filmszenen im Hinterkopf, die uns ein mögliches Handlungsmuster vorgeben.


Denn was können wir tun, wenn es nichts zu tun gibt?

Dienstag, 18. Oktober 2011

Aber ich will gar nicht.


Endgültigkeit. Das Ende ist gültig.

Vielleicht kann ich erst jetzt anfangen.

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Bilder via weheartit

Es gibt mich nicht mehr.
Denn das alles war mein Herz.
Tage des Spiels, Tage der Freude, Tage der Auswringens und Ausquetschens und der Lebendigkeit. Tage voller Leben, so viel Leben, dass man gar nicht mehr kann und will. Tage wie jeder andere gibt es nie.
Das alles sind die Tage meines Lebens und es werden immer mehr.

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Montag, 17. Oktober 2011

Ich war mal gut zu mir

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Dann vergaß ich meine Seele auf dem Herd.

Sonntag, 16. Oktober 2011

minister D


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Auf dem Weg zur Domäne, Hildesheim. Winter 2010. Auf ein neues Semester.

Samstag, 15. Oktober 2011

you don't know me right now.

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You got to know, will you surround me so I can know if I am real? 

Freitag, 14. Oktober 2011

Das war mein Sommer


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Zytanien 2011

Donnerstag, 13. Oktober 2011


Donnerstag, 9. Juni 2011. 
Pädagogische Psychologie, vor sechs Uhr aufstehen, ich huste nur, habe Ipalat zum Beruhigen der Atemwege, alles tut weh. G. und V. bemitleiden mich, wir lutschen Lollies und haben Spaß. Ich flüchte kurz nach V., die lieber putzen will als lernen, aus der Vorlesung. Um mich dann zuhause ins Bett zu legen. Ich würde so gerne A. treffen, ihn anrufen können, aber sein Handy ist seit dem Contre Le Racisme weg, ich habe keine Möglichkeit ihn zu erreichen. Schlafen, dann besichtige ich spontan eine Wohnung in einer Nebenstraße hier, Wittekindstraße, dort wo M. jetzt auch wohnt. Drei Zimmer mit einer WG-untauglichen Aufteilung und Paar-Tauglichkeit.

Namen, Namen, Namen, Beschäftigungstherapie und nun Ablenkung, Zerstreuung, wie sagtest du, Eskapismus? 
Was mache ich mit all diesen Zeilen, was macht man mit Tagebüchern? Liest man sie noch mal, tun das unsere Kinder oder verbrennt man die vielen Seiten besser?

There's someone outside

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Fliehende Gedanken und der Fixpunkt bin nie ich. 
Es geht um nichts. Es geht um alles. 

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Abgewaschen, weggepackt

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Gesammelt habe ich dich nie.

Das weiße Rauschen in meinen Ohren, in meinem Kopf.

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Wanna go home. Where is home? Home is where I am. Where am I?

Meine Füßen in den Socken liegen auf der gerillten Tagesdecke. Ich begutachte das Material, schrabbele über den Stoff, drücke mein Gesicht auf die Rillen. Mit der rechten Hand kratze ich mein linkes Schlüsselbein. Eine Fliege schwirrt vor meinen Augen. Der Laptop fiebt, je älter er wird, desto lauter scheinbar. Die Decke ist hoch und nach dem Duschen sieht sie feucht aus. Was kann ich tun, wenn ich meinen Schlüssel wieder von innen steckenlasse? Darf ich um Hilfe fragen? Manchmal stehe ich der Zimmerwand gegenüber und spreche mit meinem Spiegelbild. Um mir Angst zu machen. Aber die Angst kommt auch so. Ich versuche nur festzuhalten, solange es geht. 

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Dienstag, 11. Oktober 2011

So geht das nicht.

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Sie fressen uns auf. Wir müssen uns wehren. Mit Haut und Haaren. 

Oder sind die Gründe einfach da?

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In meine Gedanken vertiefe ich mich. Ganz tief durchquere ich die langen Linien, die Phrasen bilden und verloren gehen, wenn ich sie nicht rechtzeitig an mich reiße und zerquetsche zwischen den Bleistiftmienen auf Papier. Ich will es feiern, will feiern dass es so ist, wie es ist. Ich nehme es an. Und dann wird es mehr. Es wird schlimmer und heftiger. Aber was kann man, wenn nicht aushalten. Wie soll es denn aussehen, dieses "Ich halte es nicht mehr aus". Was passiert denn dann? Was soll denn noch passieren? Es kann doch nichts mehr passieren. 
Das, was uns passiert ist.
Unsicherheit macht Selbstbezogen. Ich suche Gründe, um verletzt zu sein, um mich zurückzuziehen. Oder sind die Gründe einfach da?
Und wenn ich es nicht annehme, dann hinterfrage ich es. Stelle wieder alles in Frage. Verneine es. Dann wird es besser. Niemals vertrauen kann ich dem Fleck, der irgendwo zwischen Herz und Bauch sitzt.
Auch darauf kann ich nicht vertrauen: dass ich diesen Fleck hege und pflege und es ihn gibt.

Montag, 10. Oktober 2011

Es geht um die menschliche Psyche.


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Es geht um Zerstreuung. 

Foto 1 und 3 via weheartit, Foto 2 me




Auf Grund eurer Kommentare hier nun eine Rezension als Nachtrag:
Es beginnt mit hemmungslosem Oralsex im hauttalgigen Ehebett und endet mit der Möglichkeit einer kurzzeitigen Auflösung des ja so schönen Monogamie-Gefägnisses. Charlotte Roche weiß, wie sie uns kriegt. Neben den wulstigen Hodensäcken ihres Mannes, Fadenwürmern am Popoloch und diversen Puffbesuchen geht es eigentlich um etwas ganz anderes, nicht Greifbares: die Verletzlichkeit der menschlichen Seele? 
Ein einschneidender Unfall und der Verlust geliebter Menschen führen zu einem Trauma, das für den Rest des Lebens präsent bleiben wird. Die Protagonistin des Buches weist viele Gemeinsamkeiten mit der Autorin auf, sodass man an einigen Passagen das Gefühl hat, eine Autobiographie unseres emanzipierten Pop-Sternchens in den Händen zu halten. Zwischen Ekel, Sexphantasien und Traurigkeit wird der Leser zu allen möglichen Gefühlslagen verzogen, denn dieses Buch ist hochgradig ansteckend. 

»Eine ehrliche, differenzierte und packende Auseinandersetzung mit der Frage, was eine gute Ehe ausmacht … ›Schoßgebete‹ wird jene, die den Bestseller ›Feuchtgebiete‹ als Schocker ablehnten, positiv überraschen und die Fans des früheren Buches nicht enttäuschen … Wer geglaubt hat, sie könne nur provozieren, aber nicht schreiben, wird staunen … ›Schoßgebete‹ will keine stilistische Meisterleistung sein, sondern seine Leser erreichen. Dass die Anliegen des Romans mit entwaffnender Einfachheit vorgetragen werden, sollte niemanden über deren Komplexität und Relevanz hinwegtäuschen. Charlotte Roche hat ein Buch geschrieben, das uns weit über die Lektüre hinaus bewegt und beschäftigt. Das lässt sich von manch einem literarischen Meisterwerk nicht sagen.« FAZ

»Mit gnadenloser Genauigkeit schildert sie Schock, Schmerz, ihre Lust, Mitleid und – angesichts der Zudringlichkeit von Boulevardmedien – ihre Rachephantasien und Selbstmordpläne. Das Buch wird zu einem Seelenstriptease von beängstigender Radikalität. ›Schreiben‹, sagte der große Dramatiker Henrik Ibsen einmal, ›heißt Gerichtstag halten über sich selbst.‹ In diesem Sinne ist Roches Roman ein erschütternder Beitrag zur Bekenntnisliteratur.« Focus

My mommy sent me an apple

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because an apple a day keeps the doctor away.

Samstag, 8. Oktober 2011

Post für dich

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Lange gab es keine Penfriend-Aktion mehr und es gibt im Alltagsgefusel kaum etwas Schöneres gibt, als einen liebevoll gestalteten Brief zu erhalten.

Ihr fotografiert, zeichnet, schneidet, klebt, bastelt füreinander. Den Inhalt eures Postkastens dürft ihr einscannen oder fotografieren und auf eurem Blog vorstellen. Natürlich ist auch einer Teilnahme ohne Blog nichts entgegenzusetzen.

Schreibt eine Email an noramaryll@gmail.com mit eurem Namen und eurer Anschrift, ich maile euch die Anschrift eines anderen Kreativen und schon kann es losgehen! 
Ihr dürft so lange basteln und teilnehmen, wie ihr mögt. 


PS: Natürlich mache ich auch mit. Die ersten drei Interessierten werden zusätzlich von mir Post erhalten!

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(Fotos via weeheartit)

81011

Bald gibt's mich doppelt für diese vier Wände, dann haben wir hier auch mehr Hände. 


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(weheartit)

Das Chaos meiner Wohnung wird ein Ende nehmen. Nachdem ich einen Monat in der Nacht von den siebzig akustischen Minuten selbst geschriebener Melancholie meines Untermieters berieselt wurde, dessen Leidenschaft instrumentaler Progressive Rock ist, werden wir ab sofort doppeltes Lottchen in der WG spielen. Mein zweites Ich bringt handwerkliches Geschick und jede Menge reflektierte pädagogische Erfahrungen mit (beides sicherlich sinnvoll für einen Umgang mit mir). Geschmacklich werden wir uns hoffentlich ergänzen. Ich mag Beige und Ikea, Nora mag Rot und Ethno.


Verbringt ein schönes Herbstwochenende!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Bleib nicht.

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Ich habe Tinnitus aurium und es bringt mich fast um. Es zeigt mir, dass ich meinen Masochismus nicht länger kontrollieren kann. Denn vielleicht will ich, dass es mir schlecht geht. Nach der Stille habe ich mich gesehnt. Ruhe von dem äußeren Stochern und Graben und Wühlen wollte ich. Nun ist es ganz still von außen. Und mit mir allein so laut. Ich kann die Stille nicht mehr hören. Die Stille gibt es für mich nicht mehr. 

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Mittwoch, 5. Oktober 2011

in somehow i know where to go

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Goldmarie.



Endlich habe ich auch einen flickr-Account. Ausgewählte fotografische Arbeiten werden in Zukunft dort veröffentlicht. Vielleicht mögt ihr ja mal reinschauen.

Gespreizt

Aber bitte mit Sahne. 

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Willst du Zuneigung? Bist du einsam?

Sky Ferreira trägt Rouge N° 45720034500002 von Chanel auf. 
Und du schiebst mich im Einkaufskorb über die Promenade. 
Streichelst mich, um mir dann etwas in den Mund zu drücken. 
Du drückst dich.
Dem Druck konnten wir nicht mehr standhalten. 

Dienstag, 4. Oktober 2011

Nach unseren Treffen schreibe ich, weil ich wieder schweigen kann

Wie kann ich zu mir selbst sprechen? Brauche ich dich dafür?

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Eine Familie werde ich haben, eine Tochter mit Fischgrätzöpfen und Spaziergängen an Herbstsonntagen, die mit Pfannkuchen und Ahornsirup abgerundet werden. Ich sehe einen Film. Die Liebe der Kinder. Mittags lag ich mit Annedore auf einer Wiese und wir aßen Kekse, Edelbitterschokolade, trommelten auf den Kniescheiben und auf dem Fell unserer Ohren, als wir der anderen von diesen grausamen Kriegsplänen in unserem dröhnenden Kopf erzählten. Das ist kein Widerstand. 


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Denn ich weiß, wie es möglich ist

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Abija, September 2011. Analog.
Du bist, du warst, du wirst, was du tust. 
Ich kann die Augen schließen, und es sehen. Ohne zu es zu sehen, kann ich es erschließen.
flickr.com/noramaryll