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Germany
Studentin. 23 Jahr, sprödes Haar. Über alles und nichts im Leben.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

dazwischen


Mein Bauch voller zusammengequollener fadenziehender Süßmasse. Seit Tagen. Eine Frau mit leuchtend roten Lackschuhen vor mir im Bus, außergewöhnliches Leuchten, welches ich, als sie aussteigt, in den roten Schuhen einer anderen Frau wiederfinde. Eine Hand an der Haltestange neben meinem glühenden Kopf, lange, schmale Finger gehüllt in dunkle Fleecehandschuhe, angès b.


Innere Leere wäre recht schön, jetzt gerade, nur kurz. Oder es ist gar nicht die innere Leere, die schön wäre, äußere Leere wäre viel schöner. Ausradieren der Außenwelt, um die Innenwelt sichtbar zu machen. Dazu will ich noch mehr sagen, mache ich bald mal.


Auf der Suche nach dem großen, stets sich vermehrenden Vielleicht. Ich mag das gar nicht, immer dieses Vielleicht und dann so viel Eigentlich.


Zu viele Frauen mit Kinderwagen. Seit Tagen. Zu viele unerfüllte Erwartungen, die sich in meinem Kalender häufen. Erwarten, warten. Angst Angst Angst. Aber gar nicht primär. Unzufriedenheit. Innerer Frieden. Wo wo wo.


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Ich schreibe schlecht.

Ich muss schreiben, dass ich schlecht schreibe, damit ich mich besser fühle, weil ich dann glaube, mich selbst und das, was ich schreibe distanzierter betrachtend zu verkaufen. Verkaufen. Wieauchimmer.

Ich hasse mich für meine Durchschaubarkeit. Wenn ich eines gar nicht mag, dann ist es dieses sich-durchschaubar-fühlen. Am meisten mag ich mich, wenn andere mich nicht verstehen.



Kommentare:

  1. Du schreibst nicht schlecht. Du fühlst. Alles.

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  2. "äußere Leere wäre viel schöner"
    ich liebe alles was du schreibst, das meiste zumindest.
    und ich fühl mich immer genauso.
    ich mag das (:
    .
    (und manchmal fängt äußere leere innen an.)

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  3. mensch. ich muss dir umbedingt ne kleine botschaft schicken, um mich für dein tolles kommentar bedanken.

    ja, es ist so alltäglich dieses gefühl. zwar ist es nicht dauerhaft aber mich hats inspiriert.
    liebste grüße
    bis bald

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  4. Danke, das bedeutet mir wirklich was. ehrlich.

    Vielleicht ist es die Vorweihnachtszeit, die uns das Gefühl gibt, wir müssten jetzt ruhig, besinnlich und zufrieden sein. Oder wir erwarten diese Gefühle selbst ganz automatisch von uns. Manchmal, wenn ich an Weihnachten denke oder uns meine Deutschlehrerin Weihnachtsgedichte aus ihrem Textadventskalender vorliest, möchte ich mich weihnachtlich fühlen, aber dann sitze ich wieder nur verspannt vor meinem Laptop und tippe die Zusammenfassung für die nächste Klausur.

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  5. ich finde du schreibst wunderbar. gänsehaut. <3

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