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Germany
Studentin. 23 Jahr, sprödes Haar. Über alles und nichts im Leben.

Dienstag, 13. Januar 2009



Natürlich kam alles ganz anders. 
Der Montag meine ich, der wurde ganz anders. Und das H&M-Paket kam heute. So stand ich gute vier Stunden in meinem Zimmer vor dem Spiegel, zwischendurch immer wieder im Appartement auf und ab schreitend, mit heftig genialen Schuhen durch den Raum tanzend. Motiviert räumte ich meinen Kleiderschrank auf, sortierte einen riesigen Klamottenberg aus und legte alles sorgfältig in meinem Schrank zusammen. Nur dass ich keine Kamera habe, um die neuen Teile zu fotografieren. Die brauche ich endlich einmal. Ohne Kamera ist alles doof. Ich will diese tolle Bridge von Canon...


Mein Leben ist nur kosumfixiert. 

Uah. Und ich finde das auch noch toll so. Nicht mein Leben, das finde ich nicht toll, nur dieses ganze Flüchten in Gegenständliches, Oberflächliches. (Ein illusioniertes toll allerdings.) Während ich eigentlich ein anderes Leben leben will. Nur scheint dieses andere Leben, von dem ich glaube, es würde viel besser zu mir und meiner Persönlichkeitsentfaltung passen, auch schon wieder an Gegenständlichem und Oberflächlichem orientiert. Ich träume von einem kleinen WG-Zimmer, in dem ich für mein Abitur lerne. Brombeerfarbene Wände mit Fotokollagen, Spiegel, in die ich gerne sehe, denn ich liege dünn und schön auf meinem hübsch bezogenen Bett, lese in Max Frisch, oder sitze vielleicht an meinem Arbeitstisch, tippe in mein MacBook, mit einer Freundin telefonierend. Dunkler Lippenstift auf meinen schmalen Lippen, bunte Nägel und ein offenes Fenster, durch das der Rauch meiner Zigarette zieht, in den Abendhimmel steigt, vergeht. Ab und zu, zwischen all dem Lernen, Farbenlehre nach Goethe und Shakespeare, besuche ich meine Mutter, bringe ihr feines Gebäck mit, sie kocht Kaffee dazu und ist traurig, dass ich so eigenständig bin, sie nicht mehr brauche. Danach gehe ich in die Bibliothek, lese Anzeigenblättchen und treffe meine große Liebe. 

   So wird das nie. 

Bestimmt werde ich bis zu meinem 21. Lebensjahr hier verweilen, mit meiner Mum, die ich nicht mehr sehen will, und ich werde nie glücklich werden.



Kommentare:

  1. Oh du schreibst immer so schön . Da kann man sich immer alles so toll bildlich vorstellen .Toll !

    Ich weis wirklich nicht was ich machen soll.Ich habe ihn vorhin eine Sms geschrieben.ich hab geschrieben:,,Hi.ich will dir nur mal etwas sagen.ich will hier jetzt nicht irgendetas ,,vorplanen´´ aber ich denke,was zwischen uns passiert ist als ich bei dir geschlafen habe ist dir bestimmt von bedeutung.ich weis zwar nicht was die zukunft bringen wird aber ich denke jetzt mal in ein bestimmte richtung ... du bist sicherlich bald nicht mehr in dieser stadt.ich weis nicht wie ich es sagen soll..ich hoffe du verstehst diese sms..´´

    daraufhin hat er mir geschrieben das er mit mir reden möchte und das er denkt , dass er die sms verstanden hat. ich habe die sms wirklich etwas dumm formuliert finde ich,aber ich wüsste nicht wie ich es sonst schreiben soll.
    ich weis aber nicht ob ich so eine fernbeziehung aushalten könnte.ich weis nichteinmal wie lange die beziehung villeicht halten würde ... aber ich denke halt schonmal etwas weiter.och man ..

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  2. Danke für deinen lieben Kommentar.
    Du schreibst schön. Ich wünsche dir, dass all deine Träume so schnell wie möglich sich verwirklichen:) trau dich und setz sie um :)

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