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Germany
Studentin. 23 Jahr, sprödes Haar. Über alles und nichts im Leben.

Freitag, 16. Juli 2010

wir


Das Leben untersteht ständiger Veränderung und ist unsagbar aufregend. Die medizinische Bezeichnung für Nasebohren lautet Rhinotillexomania. Nasebohren durchmischt mit viel Seufzen und Augenrollen als Hauptbeschäftigung der letzten gefühlten dreiundzwanzig Tage. Gerade sehe ich keine Veränderung mehr. Alles ist mal wieder pure Willkür und wir schwimmen so daher. Bis etwas Aufregendes passiert, werden noch zu viele Stunden vergehen. Ich will nicht alleine kämpfen gegen das Nichts und die Tage damit verbringen, dieses Zeug niederzuschreiben, nur um die Zeit irgendwie vergehen zu sehen. Ich habe keine Lust mehr zu warten. Wartenwartenwarten, immerzu geht das so. Ich will jeden Morgen neben dir aufwachen, jeden Abend neben dir einschlafen. Ich will mich sicher fühlen und geborgen. Nicht nur ein Gefühl, ein Zustand. Und wenn ich Freiheit brauche, dann ist sie einfach da. Das schöne Leben gehört uns allen, wir müssen es uns nur zu eigen machen.
Ich will dann jeden Morgen fröhlich aufwachen, die letzten Tage Freiheit genießen, bevor ich zu studieren beginne oder sonst was mache. Ein geregelter Alltag bestehend aus ungeregelt viel Freiheit mit dir. Denn wenn ich dich in meiner Nähe weiß, kann ich die Zeit mit mir alleine mehr genießen. Dann werde ich frisch und gestriegelt in einen dieser Coffeeshops gehen, die ich mir eigentlich nie gönne, weil sie diese billigen Kaffeesachen für zu viel Geld verlangen. Dort werde ich meine Buntstifte rausholen und bunte Briefe für meine Freunde aus der anderen Welt gestalten, in denen ich nur schreibe, wie glücklich ich bin und wie schön alles ist. Was es auch wirklich sein wird, alles schön und voller Glück. Nach jeder Zeile trinke ich einen Schluck des duftenden Kaffeegebräus und denke an dich, daran, wie sehr ich es schon gar nicht mehr abwarten kann, dich gleich zu sehen und zu küssen. Und manchmal werde ich auch schrecklich genervt von dir sein, deiner schrecklich überdrüssig werden. Ja, das weiß ich sicher. Aber dann kann ich mich an die Zeiten erinnern, in denen ich dich nur vermisst habe, du mir nur gefehlt hast, ich nicht mehr atmen wollte ohne dich. Und als du anfingst, mich zu nerven, wusste ich, dass ich beginne, dich mehr und mehr zu kennen und zu lieben.

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(A., verzeih mir dass ich dein Foto hier reingestellt habe.)

Kommentare:

  1. Ich las & weine. Alles wird gut, glaube ich.

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  2. Ein wirklich WIRKLICH schöner Text. Du meine Güte.

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  3. Wunderschön geschrieben =)
    Sehr berührend und tiefsinnig, toll!

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  4. das ist so schön, dass du in all dem nur das schöne siehst.
    und warten geht vorbei, ich bin expertin.

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  5. das geschriebene klingt so wunderbar wahr. ich glaub dir jedes wort, nein, ich fühle sie richtig!

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  6. Ich glaube.
    Dein Eintrag war heute so das erste, was ich gelesen habe und gestern war mein Tag absolut beschissen und beim Aufwachen hab ich noch die Nachwehen davon gespürt...Jedenfalls fühlte ich mich sehr verstanden (immer noch!) & ich denke, das ist mit eines der besten Gefühle die man haben kann. Deshalb die Tränen.

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